Zoo Wuppertal

Städtebaulicher Realisierungswettbewerb 2003
3. Preis

Auftraggeber

Stadt Wuppertal

Landschaftsarchitektur

Atelier Schreckenberg und Partner, Bremen Berlin

Projektteam

Sebastian Blecher, Oliver Bormann,
Martin Schröder


Ort

Die Neuordnung des Bereichs Zoo/ Stadion bedeutet die Beschäftigung mit einem gegensätzlichen Ort: ein Konglomerat unvermittelt nebeneinander liegender Teilflächen bestimmt heute das Bild: selbstbezogene, autistische Räume. Jeder für sich genommen hat einen Bedarf an Überarbeitung und Neuinterpretation, die eigentliche Herausforderung aber liegt in der Transformation der Versatzstücke zu einer identitätvollen Gesamtheit. Wie kann die Rolle von Zoo und Stadion im städtischen Gefüge neu bestimmt werden? Wie kann aus der

derzeitigen Randlage ein wirkungsvoller Auftakt zur Tal-Achse Wuppertals
werden? Wir schlagen eine umfassende Neuordnungsstrategie vor, bei der die einzelnen Teilflächen ihren hermetischen Charakter aufgeben und als kommunizierende Räume zueinander in Beziehung treten. Die beiden Hauptflächen, Zoo und Stadion, werden als Schwerpunkte eines neuen Freiraumgefüges herausgearbeitet. Sie bilden eine klar ablesbare Gesamtstruktur aus einerseits offener Fläche und andererseits dem baumbestandenem Landschaftspark.

 

 


Loop
Bestehende Wegeführungen bilden zusammen mit der neu ausgebauten Sambaterasse und der Fläche am Stadion einen neuen thematischen Ring, der die anliegenden Flächen miteinander verbindet und fasst. Er wird über gezielte Illuminierung und Materialwahl in Szene gesetzt.

 

Stadion
Die Umgebungsflächen des Stadions werden zu einer durchgehenden, öffentlich zugänglichen Freizeit- und Bewegungsplattform zusammen gefasst, in der das Stadion und eine Vielzahl kleinerer neuer Sport-Module eingebettet sind. Durch den einheitlichen Bodenbelag wird die Fläche als eine Einheit wahrnehmbar, welche vom Zoo bis an die Wupper reicht.

 

Zoo
Das Gestaltungskonzept für den Zoo basiert auf dem vorhandenen englischen Landschaftsgarten, versucht aber eine "Schärfung" des Siesmeyer-Entwurfs. Die Bereiche zwischen den heutigen Wegen werden formal stärker herausgearbeitet, sodass sie schließlich zu Inseln auf der Fläche werden. So kann das bestehende Grundlayout des Zoos, Gehege und Baumbestände, weitgehend erhalten bleiben und der fällige Umbau dadurch in vielen kleinen Schritten über einen längeren Zeitraum erfolgen. Eine thematische Neuverteilung der Gehege soll einer besseren "Erzählbarkeit" und Wissensvermittlung dienen. Es können inhaltliche Themengruppen formiert werden, die in enger Verknüpfung zu den Inhalten des Bionariums stehen.