Zschokkestr./Westendstr. München

Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Realisierungswettbewerb 2007

Auftraggeber

Landeshauptstadt und Stadtwerke München

in Arbeitsgemeinschaft mit

LOOS ARCHITECTS, Amsterdam

Landschaftsarchitektur

lad+ Landschaftsarchitektur Diekmann, Hannover

Projektteam

Mario Abel, Oliver Bormann, Manuela Kölke,
Carine Kandjee, Christoph Packhieser


Ein Ort von extremer Heterogenität

Die Gleichzeitigkeit verschiedenster urbaner und landschaftlicher Konditionen bestimmt den Charakter des Planungsgebiets. Die Umgebung ist geprägt durch das Nebeneinander vielfältigster Raumeindrücke, ein Patchwork aus lose gefügten Siedlungsteilen, Gewerbehallen, solitären Architekturen, seltsamen Artefakten,

 

 

immer wieder durchsetzt mit Siedlungsgrün, Brachen und Kleingärten. Zwischen (Vor-)Stadt und Landschaft, einzelnen Monumenten und flächiger Besiedlung scheint sich nichts wirklich zu fügen: Der Eindruck von beliebig wirkenden Gewerbezonen kontrastiert mit altem Baumbestand in parkartigen Situationen.

 


Kommunizierende Räume

Wie kann sich ein neues Stadt-Quartier an diesem Ort entfalten ohne die eindimensionale Logik des Lärmschutzes zum städtebaulichen Dogma zu erheben? Aufgrund der stark befahrenen Zschocke- und Westendstraße und dem im Süden angrenzenden Busdepot (sowie dem künftigen Bolzplatz) ist das Areal beinahe allseitig Lärmemissionen ausgesetzt. Statt eine geschlossenen Lärmschutzbebauung und

 

 

ein dahinterliegendes entkoppeltes Innengebiet zu errichten, werden gleichwertige Bausteine zu einer offenen, durchlässigen Struktur gefügt. Dem Lärmschutz wird dabei durch die klare Innen-Außen-Disposition der Blocktypologie und situationsbezogene Wohnungsgrundrisse Rechnung getragen: nach innen Privatheit zum ruhigen Hof, nach außen Kontakt zu Park und Quartier.