Testplanung Areal Dreispitz 2009
Stadt Zürich
w+s Landschaftsarchitekten, Solothurn
Mario Abel, Oliver Bormann, Michael Koch, Antonio Quesada, Maresa Schumacher, Kristian Spasov, Laura Veronese

Als ensemblehaft wirkender „Patch“ transportiert das Areal vielleicht eindeutiger als andernorts die Ideen Steinerscher Planung einer homogenen Zeilenbausiedlung in agrarisch geprägter Landschaft. Heute ist Schwamendingen mit anderen Realitäten konfrontiert: Die sich rasant entwickelnde Glattstadt trägt ihre eigenständige Logik in die ehemalige Vorstadt und generiert einen neuen heterogenen Kontext parallel zur Wohn-Idylle.
Doch zweifellos erhält die Steinersche Gartenstadt auch heute noch ihren eigenen Charakter und entfaltet eine „gewachsene“ vorstädtische Wohnqualität. Gleichzeitig scheint die Homogenität der Bestände der Vielfalt heute realer Erfordernisse nicht mehr zu genügen. Die Lebensentwürfe der 50er sind „in die Jahre“ gekommen. Es gibt neue Ansprüche an Flächen, Nutzbarkeit und auch Gestaltung.

Unser Anliegen ist es eine Struktur zu entwickeln, die nicht versucht, der gewachsenen Gartenstadt ein neues Raumbild überzustülpen. Die im Dreispitz vorhandenen charakteristischen Eigenschaften - baulich wie freiräumlich - sollen geschärft und in zeitgemässe Formen übersetzt werden. Um heutigen Anforderungen und Wohnansprüchen gerecht zu werden, kann sich auf Grundlage der Zeilenbebauung ein breites
Spektrum an zeitgemässen Typologien einstellen. Das vorhandene, fein differenzierte Wegenetz des Dreispitz dient als Basis einer weiteren Freiraumqualifizierung. Das System der „Grenzlinien“ wird weiter verfeinert. Je nach Lage und Ausrichtung der Baustrukturen nehmen die Linien unterschiedliche Ausprägungen zwischen Gartenweg und Park_Nische/Quartiersplatz an.
