begrenzt offener Wettbewerb 2011
2. Preis
Stadt St. Gallen
Mario Abel, Oliver Bormann

So deutlich sich die Strasse selbst durch die scharfen Konturen zum Unteren Brühl, den Privatgärten der Rorschacher Strasse, dem Stadtpark und der Blockrandbebauung abzeichnet, so unklar ist auch die aktuelle Bezeichnung des Kulturplatzes. Was auf Grund des Stadttheaters,
der Tonhalle und der anreinenden Museen als Platz bezeichnet wird, stellt sich zur Zeit als Situation zwischen zwei bedeutenden Gebäuden dar, die von häufigem Belagwechsel und von der Museumsstrasse als schneidende Achse zerpflückt wird.

Die dem Entwurf zugrunde liegende Idee einer Platztektonik ergibt sich aus dem Zusammentreffen funktional und ästhetisch unterschiedlicher Gelände zwischen der Tonhalle und dem Stadttheater. Die gegeneinander versetzten Winkel der Flächen führen beim
Zusammenstoss der Gelände zu einem Bruch, welcher die Kontur des Stadttheaters nachzeichnet und so auf eine selbstverständliche Weise eine neue Begrenzung des Kulturplatzes formuliert und zugleich den Belagteppich unter dem Stadttheater eindeutig dem Gebäude zuordnet.
