The Zürich Limmattal

Steps of a servant valley towards emancipation

Autoren

Maresa Schumacher, Michael Koch, Jean Ruegg

Herausgeber

Geneviève Dubois-Taine

PUCA und COST C10

Paris 2004

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Wenn man morgens von den Ausläufern des Zürichberges in Richtung Stadtzentrum hinuntersteigt, schweift der Blick unweigerlich nach Westen. Die von der Sonne angestrahlten Türme der Wohnsiedlung Hardau signalisieren eine urbane Verdichtung dort, wo die Stadt Zürich politisch eigentlich schon fast zu Ende ist. Die Schatten der Türme weisen limmatabwärts in Richtung des Kantons Aargau.

 

 

Hier liegen die jenigen Infrastrukturen und Gebiete, von denen die Stadt Zürich massgeblich lebt. Das Limmattal ist gleichzeitig der topografisch am nächsten liegende Expansionsraum und Vorort der Kernstadt. Abends wird das Tal vom Licht des sinkenden Tages gefüllt: Das Zürcher "Abendland" – "Zürich-West" – wird gleichsam zu einer modernen und urbanen Verheissung.


Aber eigentlich sind die (Vor-) Urteile in Bezug auf Vororte längst gefällt: "Aggloist ugly". Das Limmattal als Versorgungs- und Transitraum für Zürich teilt mit seiner schnellen Bahnverbindung und der Autobahn nach Basel und Bern diesen Ruf – folglich: "Augen zu und durch".

 

 

Eine Rekrutenbefragung Ende der 1980er -Jahre attestierte dem Limmattal neben dem Glattal die "schlechtesten Ortsbilder", aber auch in der Fachpublikation "Hochparterre" wurde noch 1991 im Themenheft "Zürichwasserkopf" der Vorbehalt gegenüber der Agglomeration deutlich spürbar.