100% Stadt – Der Abschied vom Nicht-Städtischen
Oliver Bormann, Michael Koch, Martin Schröder, Maresa Schumacher
Ernst Hubeli, Harald Saiko, Kai Vöckler
Graz 2003
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Die Zukunft der Stadt liegt in der Agglomeration
Nachdem es wieder salonfähig geworden ist, ausgreifende städtebauliche Gestaltungsansprüche zu formulieren, kann eine Referenz an Le Corbusier nicht schaden: Die Moderne besitzt mit ihren Werken „Vers une architecture“ (1923) und „Urbanisme“ (1925) wichtige publizistische Bezugspunkte. Sie atmen den Geist des architektonischen und städtebaulichen Neuanfangs. Die Programmatik der „Neuen Stadt“ forderte unerbittlich einen Wechselder Betrachtungsweisen: Schließlich stellte die Industriegesellschaft mit Nachdruck neue Anforderungen an Stadt, Region und Landschaft.
Der vormoderne Gegensatz von geschlossener Stadt und freier Landschaft galt zu Recht als überholt. Die Vision von einer „paysage urbain“ lebte von der Durchdringung städtischer und landschaftlicher Elemente. Seither versuchten Generationen von Architekten, Städtebauern und Planern der Moderne die „Neue Stadt“ auf verschiedene Art und Weise als „Stadtlandschaft“ zu gestalten. Einschließlich Frank Lloyd Wright, der mit „Broadacre City“ (1932) dabei ahnungsvoll auf die gestaltende Kraft des Individualverkehrs setzte.
