Rosenplatz Osnabrück

Ort, Jahr
Osnabrück 2005-2013
Projekttyp
Realisierungs­wettbewerb
Objektplanung
Partner
lad+, bpr
Auftraggeber
Stadt Osnabrück
Team
Mario Abel, Mikulasch Adam, Oliver Bormann, Carine Kandjee, Jakob Karten­beck, Christoph Pack­hieser, Martin Schröder
Auszeichnungen
1. Preis

Ein unbeständiger Ort, die Geschichte wechsel­haft: Ur­sprüng­lich vor den Toren der Stadt gelegen, eine Fläche für Waren und Wagen, staubig; in der Gründer­zeit dann steiler Auf­stieg zum städti­schen Platz, wie ver­wandelt: Boule­vard, Rosen, Flanier­meile, Ort re­präsen­tativer Öffent­lichkeit. Auf ver­blichenen Photo­graphien die Gründer in ihrer Zeit. In der Nach­kriegs­zeit Verkehrs­ströme, der Platz auto­gerecht aus der Stadt gedrängt, wieder außen vor, Funktions­raum, herber Charme. An den Rändern schlichte Fassaden, die Erd­geschosse ab­weisend, kein Kontakt zum Platz, Schutz vor dem Verkehr, es war hier nicht immer so, sagt der Mann in der Eisdiele.
Die Durch­gangs­straße macht den Rosen­platz zum Verkehrs­raum. Der Anspruch, einen Ort mit Platz­qualitäten zu schaffen, konkurriert mit der vor­handenen verkehr­lichen Belastung. Vor diesem Hinter­grund scheint eine „Platz­verschönerung“ durch Ge­staltung der Platz_­Ränder und Auf­hübschung der Ober­flächen wenig hilfreich, die funktio­nalen Probleme zu lösen. Der Rosen­platz wird auch in Zukunft kein beschau­licher Schmuck­platz mit Wasser­spiel; es geht darum, ein Stück realen und heutigen Stadt­raum in seinen Poten­tialen zu akti­vieren, letztlich um ein Ent­wurfs­konzept, das der ambi­valenten Lage des Ortes gerecht wird.